Ukrainisches Geflügelunternehmen erhält 100 Mio. Euro-Kredit von EBRD

Der Artikel spricht für sich. Neben dem Freihandelsabkommen bedrohen auch solche Geldgeschäfte die heimische Produktion. Am Bauernhof werden die Haltungsvorschriften ständig verschärft, der Großteil der Ware kommt aber aus einer No-Name Produktion.

Kritiker warnen vor Billigimporten durch die Hintertür Kiew/Laibach, 5. März 2019 (aiz.info). - MHP Agroholding, der führende Hersteller von Geflügelfleisch in der Ukraine, erhält laut Medienberichten von der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) einen Kredit in der Höhe von 100 Mio. Euro für den Erwerb des slowenischen Fleischproduzenten Perutnina Ptuj. Mit der Übernahme kann MHP seine Aktivitäten in der Europäischen Union weiter ausdehnen. Kritiker warnen vor uneingeschränkten zollfreien Hühnerfilets-Importen in die EU durch die Hintertür. Hühnerbrustfilets aus der Ukraine landen dann als billige EU-Ware auf dem Markt, äußerten schon im Mai 2018 die EU-Abgeordneten Annie Schreijer-Pierik und Jeroen Lenaers aus den Niederlanden (beide Europäische Volkspartei) sowie Jim Nicholson aus Nordirland (Europäische Konservative und Reformer) ihre Bedenken in einer schriftlichen parlamentarischen Anfrage. Laut ihnen umschiffen ukrainische Produzenten die Zollabgaben mit einer speziellen Zurichtung (Brustteil mit einem kleinen Teil des Flügels), auf die keine Abgaben im Rahmen der "vertieften und umfassenden Freihandelszone" (DCFTA) entfallen. Die Europäische Vereinigung der Geflügelfleischproduzenten (AVEC) zeigte sich "erstaunt" über die Entscheidung der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung sowie über deren Begründung in der Projektzusammenfassung, die folgendermaßen lautet: "Der Zweck des Darlehens besteht darin, die Übernahme der Mehrheitsbeteiligung an Perutnina Ptuj durch die MHP-Gruppe über ein Projekt zu finanzieren und diese in ihrer Strategie zur Ausweitung der Geschäftstätigkeit in der EU zu unterstützen." (Schluss) hub




Sendehinweis ORF 07.03.19 Am Schauplatz - "Das Bio-Dilemma"

beiliegende Statistiken wird auch durch die Inhalte im Film bestätigt. Der beiliegende Milchpreismarker aus Deutschland zeigt, dass wir in der Milchproduktion am Bauernhof keine kostendeckende Preise haben. Die völlig falsch behaupteten 49 % Mehrpreis vom Bauer werden durch die erhöhten Auflagen wettgemacht und ist völlig aus der Luft gegriffen. Noch ärger sind die Behauptungen von Lampert, der von hohen Kosten bei Transport und Logistik spricht. Wen man weiß das besonders im Großhandelsbereich bis zu 80 % Bio Importanteil ist. Das wurde mit dem Blick ins Regal bei Bio aus Chile oder Peru richtiggestellt bzw. wie das Foto von den Essiggurkerl im Anhang bestätigt wie schnell aus indischen Produkten österreichische wird. Wir danken dem Kamerateam für die realistische Darstellung. Durch die Falschdarstellungen und Marketinggags der Handelsketten kommt es zu diesen katastrophalen Bauernhofschließungen wie die beiliegende Statistik bestätigt. Genauso wie in Bayern (-93% Bild im Anhang) oder in Zahlen: 1970: 250.000 Milchbetriebe – 2017: 30.000 Milchbetriebe. Die faire Partnerschaft beweist die beiliegende „Statistik Milch“.

Bilder zu Bio-Dilemma





Heimische Bauern wollen "Gen-Soja" aus Amerika durch Eigenanbau ersetzen

Dieser Artikel bestätigt, dass beide Herrn sehr sich von der bäuerlichen Realität weit entfernt haben. Bei den 80% Eigenbedarf muss es sich wohl um einen Druckfehler handeln. Der Höhepunkt ist ja das Argument, dass wir zu wenig Ackerfläche für den heimischen Eiweißanbau haben. Wo waren die beiden Herrn als die Agrarpolitik gemeinsam mit Unterstützung der Grünen den wahnsinnigen Ausbau der Biogasanlagen zur Verwertung der „Überschussflächen“ forciert hat? Anstatt Biogasanlagen mit Wirtschaftsdünger, gebrauchten Speiseölen usw. zu betreiben wird Maissilage, Grassilage usw. vergast. Dass hat dazu geführt, dass 80.000 Hektar wertvollste Dauergrünfläche (Wiese) zum Anbau für Mais und den Einsatz in den Biogasanlagen in Ackerfläche umgewandelt wurden. Ökologisch gesehen ein Wahnsinn, wo bekannt ist, dass ein Hektar Wiese das vierfache von einem Hektar Wald Sauerstoff produziert, bester Trinkwasserfilter ist und von der Pflanzenvielfalt eine der ökologisch wertvollsten Fläche ist. Zudem sei den beiden Herrn gesagt, dass diese Dauergrünfläche heimisches Eiweiß für die Fütterung der Wiederkäuer produziert. https://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/WWF-Einkaufsratgeber_Fleisch_und_Wurst.pdf

(c) Interessensgemeinschaft für Qualität aus Österreich (IG-Fleisch) - 4844 Regau Nr. 22 - BH Vöcklabruck
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