Presse

Offener Brief an den ÖSV-Präsidenten, Herrn Schröcksnadel

01.10.08

 

Sehr geehrter Herr Präsident!

In der TV-Werbung wirbt die Fa. IGLO mit der Gesundheit, Fitness und vor allem auch mit dem positiven Image der Österreicheischen Skinationalmannschaft und zwar mit dem Slogan:
„Iß was Gscheit´s“

Unter anderem wurde kürzlich in der besten Sendezeit, kurz vor Zeit im Bild, eine Einschaltung von der Fa. IGLO für den Modefisch PANGASIUS gesendet.

Dieser Fisch wird zu 90% im „Mekongdelta“ in Vietnam gezüchtet. Leider nicht nur im Meer, sondern auch in restlos überfüllten AQUA-Kulturen am Land.(Quelle: Besucher vor Ort, „Konsument-Magazin“, Ausg: 10/2008)

Aus PROFITGIER werden die Fische mit Fischmehl, Fischöl, Reis, Bananen und Antibiotika gefüttert. Letzteres ist durch diese Massentierhaltung notwendig.

Im Gegensatz dazu haben die österreichischen Bauern mit strengen Tierschutz und Umweltauflagen zu kämpfen. In öffentlichen Diskussionen wird laufend über gestiegene Lebensmittelpreise gesprochen, jedoch bekommen die Bauern für Fleisch, Milch und Getreide Preise wie vor 30 Jahren. Mit solchen Täuschungen geraten die Bauern zusätzlich unter Druck.

Wir, die IG-Fleisch, fordern die Bewerbung österreichischer regionaler Produkte zu forsieren und würden derartigen regelmässigen Werbeeinschaltungen positiv gegenüberstehen.

Bei allem Verständnis für die Wirtschaftlichkeit und Erträge von Werbeschaltungen, müssen wir Sie dennoch dringend auffordern, dass bei derartigen Werbeeinschaltungen die Herkunft des Produktes genannt werden muss. Man kann nicht mit der österreichischen Nationalmannschaft und mit dem Gesundheitsgedanken: „Iß was Gscheit´s“ den österreichischen Konsumenten wissentlich hinters Licht führen.

Wir sind überzeugt, wenn man verstärkt das positive Image und die Qualität österreichischer Lebensmittel bewerben würde, könnten für alle Beteiligten: ÖSV, österr. Tourismus, Vertriebsfirmen, Konsumenten und Landwirtschaft sehr gute zukunftsorientierte Ergebnisse erzielt werden.

Ebenso für die Umwelt und den heimischen Arbeitsmarkt würden daher die gewünschten Synergie-Effekte hervorgerufen werden.

Mit der Bitte um Antwort, verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen
Leo Steinbichler
IG-FLEISCH
0664/5309070

Geht an: alle parlamentarischen Parteien und Medien!


Dateien:
Herr_Schroecksnadel2.pdf
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